Fastenzeit – was bedeutet das für dich?

Süsses fasten

Früher als Kind wurde bei uns Süßes gefastet: unter der Woche gab es nur noch Butterbrote, Honig und Marmelade wurden weggelassen. Nur am Sonntag durfte wieder der süße Aufstrich aufs Brot. Als Kind habe ich das nicht wirklich verstanden.
Jetzt sehe ich das Fasten so: es geht um bewussten Verzicht auf etwas. Das kann etwas sein, dass mir nicht so guttut, wie gewisse Nahrungsmittel, Getränke oder auch Genussmittel.

Digitale Medien

Verzichten kann ich auch etwas, das mir meine Zeit stielt oder schon suchtähnlichen Charakter angenommen hat. Hier stehen in unserer Zeit sicherlich die digitalen Medien (Internet, Fernseher, Handy) ganz an oberster Stelle. Das Surfen im Internet braucht Zeit und die Frequenzen, die von den Bildschirmen kommen, stören unser Körpersystem. Dann die viele überflüssige Information. Das Gehirn weiß doch teilweise gar nicht was damit anfangen. Ist ihm doch egal, ob in China ein Reissack umfällt.

Negative Informationen

Und überhaupt, was kann ich tun, wenn es irgendwo wiedermal massiv brennt, ein Bergwerk einstürzt oder ein Zugunglück Schaden anrichtet? Genau gar nichts! Außer dass es eine negative Information ist, die in mein Körpersystem eindringt, und das Negative, das ich schon in mir habe, verstärkt. Aus meiner Sicht macht Fasten von Nachrichten daher Sinn. So kann es sein, dass du wieder mehr positives Erkennst.

Social Media

Und dann auch Fasten von Facebook und Co. Die vielen Informationen, brauchst du diese wirklich für dein Leben? Meiner Meinung nach braucht es die nicht. Und wenn du mal was Wissen willst, such bewusst nach der Information. So versäumst du nicht so viel der Zeit, die du für dein Körpersystem optimaler nutzen kannst: einfach mal laufen gehen, meditieren, bewusst Atmen.

Gewohnheit weglassen

Apropos bewusst: auch beim Essen mal spüren, wie fühlt sich die Nahrung in meinem Mund auf meinen Zähnen an? Wie schmeckt es? Mal etwas länger kauen als üblich und sich grundsätzlich Zeit lassen.

Zeit nehmen

Viele Menschen meinen, sie haben zu wenig Zeit. Doch Zeit ist genug da. Jeder Tag hat 1440 Minuten. Wie verbringst du diese? Nimmst du dir Zeit für die Dinge und Menschen, die dir im Leben guttun? Lässt du Zeit weg bei Dingen oder Menschen, die dir nicht guttun?
Ernst Ferstl ein österreichischer Schriftsteller hat es so ausgedrückt:
Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.

In diesem Sinne, nimm dir Zeit für DICH!

Und nochmal zurück zum Fasten: das muss ja nicht unbedingt in der religiösen vierzigtätigen Fastenzeit vor Ostern sein. Das kann auch regelmäßig ein oder zwei Tage in der Woche sein, an denen du bewusst verzichtest. So kommst du im Jahr auch auf die 40 Tage.